BUMF ist eine Maßnahme für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Sie brauchen Unterstützung im Asylverfahren und in der Integration in Deutschland. Sie müssen mit ihrer bisherigen Sozialisation im Herkunftsland und der jetzigen Situation zurechtkommen.
Nach einer Erstunterbringung in einem Hotel oder Pension wird weiterer Wohnraum über die Hilfen zur Erziehung angemietet. Die Miete wird mit dem jeweiligen Träger abgerechnet.
Die Räume werden durch die Hilfen zur Erziehung gGmbH eingerichtet, die Möbel verbleiben in der Einrichtung. Die Klienten benötigen lediglich eine iegene Matratze und Bettzeug. Soweit möglich wird in der Gruppe gearbeitet.
Das Team setzt sich aus verschiedenen Professionen zusammen. Diplom SozialpädagogInnen werden durch ErzieherInnen, HeilerziehungspflegerInnen u.v.m. ergänzt. Vorrangig bei der Teamzusammensetzung ist die zielführende Arbeit mit dem Klientel.
Eine enge Zusammenarbeit mit dem entsprechenden Vormund ist selbstverständlich.
Auf Grund der besonderen Situation der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge wollen wir spezielle Arbeitsgrundlagen einhalten:

  • Schaffen einer Atmosphäre, die Sicherheit und Vertrauen vermittelt, zur Stabilisierung und Entwicklung der Persönlichkeit
  • Respekt vor dem Andersartigen, Ehrlichkeit, Offenheit und Toleranz im Umgang mit den Betreuten
  • Bezugsbetreuungssystem als Grundlage für eine tragfähige Betreuungsbeziehung
  • Verselbständigungskonzept für den Erhalt und die Weiterentwicklung bereits vorhandener Kompetenzen
  • Konfrontation mit der Realität der Situation von Flüchtlingen in Deutschland
  • Transparenz von Abläufen um Entscheidungs- und Wahlmöglichkeiten zu schaffen
  • Intensive Netzwerkarbeit mit flüchtlingsrelevanten Einrichtungen

Ziele

  • Hinführung zur selbständigen Lebensführung
  • Begleitung im Asylverfahren
  • Auseinandersetzung mit und Aufarbeitung von traumatischen Erfahrungen
  • Auseinandersetzung mit dem eigenen kulturellen Hintergrund sowie den in Deutschland geltenden Normen und Werten
  • Bewusstmachen der persönlichen Situation in Deutschland und Erarbeitung realistischer Perspektiven
  • Unterstützung beim Erlernen der deutschen Sprache
  • Förderung der Schulbildung, Berufsfindung und Ausbildung unter Berücksichtigung einer möglichen Anwendung im Herkunftsland

Rechtliche Grundlage:

§ 27 SGB VIII i.V.m. §§ 34 und 41 SGB VIII