Der STK erfolgt meist als Reaktion auf eine Straftat. Die Weisung stellt eine Alternative zu Arrest oder U-Haft dar und hat die gesellschaftliche Integration zum Ziel. Möglich ist auch eine Teilnahme von auffälligen Jugendlichen, die in ihrem Umfeld vornehmlich durch aggressive Handlungen auffallen.
Das Team besteht in der Regel aus zwei Personen und ist paritätisch besetzt. Co-Trainer können je nach Thematik miteinbezogen werden.

Die Maßnahme setzt sich aus folgenden Bereichen zusammen: Vorgespräch, 16 Stunden eigentlicher Kurs (aufgesplittet in 4 mal 4 Stunden), dem Anfertigen der Berichte und einem Abschlußgespräch. Im Durchschnitt werden pro Fachkraft 20 Stunden für einen Kurs anfallen. Die Teilnehmerzahl kann zwischen sechs und neun liegen. Die Maßnahme kann in den Räumen der „Hilfen zur Erziehung GmbH.“ stattfinden.

Ziele

Der STK ist vom Ansatz her handlungsorientiert, wodurch ein reflektierendes Denken, d.h. beispielsweise ein
Auseinandersetzen mit dem delinquenten Verhalten.

  • Annähern an Gefühle soll ermöglicht werden.
  • Damit geht die Auseinandersetzung mit der bisherigen Lebensgeschichte einher.
  • Zugleich werden Verhaltensalternativen aufgezeigt und aufgebaut sowie Aspekte der Wiedergutmachung verdeutlicht.
  • Individuelle Fehlentwicklungen können so korrigiert werden.
  • Transfer der erlernten sozialen Verhaltensweisen in den Alltag ermöglicht werden.

Rechtliche Grundlage:

Als Auftragsgrundlage für Soziale Trainingskurse (STK) dient neben § 10 JGG auch die sog. Diversion nach § 52 SGB VIII, welche in Verbindung mit § 45 JGG oder § 47 JGG steht. Zusätzlich ist die Maßnahme als erzieherischer Kinder- und Jugendschutz gemäß § 14 SGB VIII zu verstehen. Ebenso ist § 29 SGB VIII betroffen.